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Suling
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Suling, auch seruling (indonesisch âFlöteâ), bezeichnet mehrheitlich lĂ€ngs geblasene Flöten und einige Querflöten aus Bambus, die im Malaiischen Archipel von Malaysia und Indonesien bis zu den sĂŒdlichen Philippinen gespielt werden. Eine LĂ€ngsflöte mit AuĂenkernspalte ist das einzige Blasinstrument im gamelan von Java und Bali und gehört in Westjava zu mehreren kammermusikalischen Ensembles. In einigen Regionen Nordsumatras ist die suling eine kurze Querflöte, in Aceh wird eine dĂŒnne, suleng genannte LĂ€ngsflöte gespielt. Mehrere, ĂŒberwiegend lange LĂ€ngsflötentypen der Minangkabau in Westsumatra heiĂen saluang. In SĂŒdsulawesi kommen quer geblasene suling vor. In Malaysia sind die suling-Typen ebenfalls ĂŒberwiegend Querflöten, die suling von Mindanao sind den javanischen LĂ€ngsflöten Ă€hnlich.
Contents
âą Bali
âą Lombok
âą Westjava
âą Sumatra
âą Malaysia
âą Molukken
âą Sulawesi
âą Philippinen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Herkunft und Verbreitung
Bambusflöten sind in SĂŒdostasien weit verbreitet und kommen in zahlreichen Varianten bis in die Musik Neuguineas vor. Allein die UniversitĂ€t der Philippinen besitzt eine Sammlung von mehreren Dutzend verschiedenen Bambusflöten des Landes, zu denen die vielen einheimischen Sprachgruppen ĂŒber 50 Namen geprĂ€gt haben; neben suling unter anderem paldong, palendag, kalaleng, lagtuban, lantoy, ongiyong, plawta, taladi, tappang, tongale und bansi.cite-ref-1[1] Zur höfischen Musik und Volksmusik von Kambodscha und Thailand gehört die lĂ€ngs geblasene Bambusflöte khlui mit Kernspalt.
In Indonesien ist der vermutlich hĂ€ufigste Flötentyp die lĂ€ngsgeblasene Bambusflöte mit AuĂenkernspalte (Bandflöte), die neben Java und Bali auch in Sulawesi ĂŒblich ist. Mehrheitlich zum selben Typ gehört die saluang in Sumatra. In Sulawesi, Sumatra und anderen Inseln kommen daneben auch Kernspaltflöten mit innerem Kernspalt vor. Lediglich regional verbreitet sind Nasenflöten und Panflöten, letztere im Norden Myanmars, in Thailand,cite-ref-2[2] Westjava, Flores, Timor und Neuguinea. Querflöten sind wenig bekannt, sie werden hauptsĂ€chlich von den Toraja in SĂŒdsulawesi und von Batak-Gruppen in Nordsumatra gespielt.cite-ref-3[3]
In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten prĂ€gten indische HĂ€ndler und Missionare einen bis heute spĂŒrbaren Einfluss auf die Kultur SĂŒdostasiens. Der indische Einfluss auf das mittelalterliche Reich der Khmer im heutigen Kambodscha und das Sailendra-Reich auf Java ist fĂŒr den Bereich der Musik nur an relativ wenigen Musikinstrumenten erkennbar, die auf Reliefs in Angkor und am Borobudur (8. Jahrhundert) abgebildet sind. Hierzu zĂ€hlen in Angkor Sanduhrtrommeln, die verschwundene Bogenharfe (Khmer pinn, von Sanskrit bin, vina), die Stabzither kse diev und das Schneckenhorn saing (von sankh). AuffĂ€llig ist das heute fast völlige Fehlen von Querflöten, die an mittelalterlichen indischen Tempeln hĂ€ufig abgebildet sind und in der indischen Musik einen bedeutenden Platz einnehmen (Sanskrit vamsha, bekannt als bansuri).cite-ref-4[4] In der hindu-javanischen Periode (bis zum 15. Jahrhundert) wurden an zahlreichen javanischen Tempelreliefs Querflöten abgebildet. In der damaligen Literatur tragen diese Flöten aus Indien stammende Namen wie wangsi, bangsi und wenu. Das Wort suling ist erstmals 923 literarisch belegt, wobei unklar ist, ob eine Querflöte oder eine LĂ€ngsflöte gemeint war.cite-ref-5[5]
Einige auf den Philippinen vorkommende Querflöten stammen aus der spanischen Kolonialzeit und eine weitere Querflöte auf der ostindonesischen Insel Ambon ist ebenfalls ein Produkt der Christianisierung.cite-ref-6[6] Ein gemeinsamer Ursprung der in einer Vielzahl von Formen und Spielweisen vorkommenden Flöten, deren Namen suling oder Àhnlich lautet, ist nicht auszumachen.
Bambusflöten werden in SĂŒdostasien in der höfischen und der dörflichen Unterhaltungsmusik sowie in der Zeremonialmusik gespielt. Zur höfischen Musik gehören vor allem Metallophone und Gongs aus Bronze. Musikinstrumente aus Bambus werden dagegen vorzugsweise in lĂ€ndlichen Gebieten hergestellt und gespielt. Zu ihnen zĂ€hlen idiochorde Röhrenzithern (wie die sasando), Stampfrohre, Schlitztrommeln, GefĂ€Ărasseln, Gleitrasseln (wie das angklung), das westjavanische Röhrenxylophon calung, Klappern, Maultrommeln und Rohrblattinstrumente.cite-ref-7[7]
Bauform und Spielweise
Zentral- und Ostjava
Die javanische und balinesische suling ist eine am unteren Ende offene LĂ€ngsflöte, die zu den AuĂenkernspaltflöten zĂ€hlt. Das obere Ende ist durch einen Knoten (Nodium, indonesisch ros) verschlossen. An diesem Knoten wird an der AuĂenseite ein schmaler Splitter und am unmittelbar anschlieĂenden Rohr eine fĂŒnf Millimeter lange, rechteckige Ăffnung ausgeschnitten. Die dem Knoten gegenĂŒberliegende Kante der Ăffnung wird an der Innenseite angeschrĂ€gt. Ein ĂŒber den ausgeschnittenen Streifen und die Ăffnung gezogener Ring aus Bambusfasern oder Rotang lenkt die Blasluft nach dem Prinzip der Bandflöten durch die Spalte an der unteren Kante der Ăffnung vorbei in die Röhre.cite-ref-8[8] Das Tonerzeugungsprinzip der Bandflöte kommt auch bei der burmesischen Bambusflöte palwei vor und Ă€hnelt demjenigen der seltenen Doppelquerflöten (in Indien surpava).cite-ref-9[9]
Die javanischen suling sind nach der Tonart (meist slĂ©ndro oder pĂ©log) und nach der Spielweise, in der sie verwendet werden, gestimmt und benannt. In Zentral- und Ostjava ist die suling 45 bis 52 Zentimeter lang und besitzt einen Durchmesser von 1,55 Zentimetern. Die suling slĂ©ndro kommt mit vier bis fĂŒnf Fingerlöchern aus, die suling pĂ©log hat um das ehemalige FĂŒrstentum Surakarta und weiter östlich fĂŒnf Fingerlöcher sowie um Yogyakarta und westlich sechs Fingerlöcher. Steht keine suling slĂ©ndro zur VerfĂŒgung, kann das zweite und fĂŒnfte Loch einer suling pĂ©log mit sechs Fingerlöchern geschlossen werden. Hierdurch lĂ€sst sich bei entsprechender Ăbung der Tonvorrat einer slĂ©ndro-Stimmung erzeugen. Ein dritter Typ der suling auf Java ist die suling reog, welche in einem kleinen Ensemble die Reog genannten Tanzspiele mit Masken begleitet. Die suling reog ist kĂŒrzer und dicker als die anderen Flöten und besitzt drei Fingerlöcher.cite-ref-10[10] Eine ebenfalls suling genannte Querflöte mit sechs Fingerlöchern wurde nur in der Musik der zentral- und ostjavanischen MilitĂ€rkapellen (prajurit-Musik) an den FĂŒrstenhöfen gespielt, in Yogyakarta zusammen mit dem seltenen, konischen Einfachrohrblattinstrument puwi-puwi.cite-ref-11[11]
Gamelan bezeichnet eine Vielzahl von Ensembles der höfischen Musik der StĂ€dte sowie der stĂ€dtischen und dörflichen rituellen Musik, in denen generell Buckelgongs aus Bronze, Metallophone, Trommeln, Saiteninstrumente, Xylophone, Gesangsstimme und als einziges Blasinstrument eine Flöte vorkommen können. Seit der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts ist auf Java in der höfischen Unterhaltungsmusik die Kombination eines in slĂ©ndro und eines in pĂ©log gestimmten gamelan ĂŒblich. Ein gamelan slĂ©ndro-pĂ©log (oder gamelan seprangkat), das einen kompletten Instrumentensatz in beiden Tonarten enthĂ€lt, besitzt also mindestens zwei Exemplare in jeder GröĂe eines Instrumententyps. Die in Zentraljava auĂer den Schlaginstrumenten und der Zither celempung mitwirkenden Melodieinstrumente, die einen Dauerton produzieren, sind einzig die zweisaitige Stachelgeige rebab (namensverwandt mit der orientalischen rabÄb) und die suling.cite-ref-12[12]
Eine andere Einteilung der Instrumente erfolgt nach der KlangqualitĂ€t in laut klingende Instrumente aus Bronze (Metallophone saron und slenthem, Gongreihe bonang) und in eine zweite Gruppe, die aus leise klingenden Instrumenten besteht. Hierzu gehören neben Gesangsstimmen das Metallophon gender, das Trogxylophon gambang, die celempung, die rebab und die suling. Die laut klingenden Orchester, die auch Doppelrohrblattinstrumente (In Westjava tarompet, in Zentral- und Ostjava selompret) verwenden, spielen im Freien bei Prozessionen und magischen Zeremonien, die leise klingenden Orchester spielen bevorzugt innen. Jede dieser beiden Instrumentengruppen sind manchmal mit den Gesangsstimmen in einem groĂen gamelan im Zusammenklang hörbar, ansonsten spielt im Wechsel jede Gruppe fĂŒr sich. Den Anfang und Ende einer Komposition, den Basisrhythmus und TempoĂ€nderungen im Verlauf des Spiels bestimmen die Fasstrommeln kendang. Die lauten Schlaginstrumente sorgen fĂŒr den sich zyklisch wiederholenden, rhythmischen und melodischen Rahmen und produzieren die Hauptmelodie (balungan, âGerippeâ, melodisches GerĂŒst, das in einer einzelnen Melodielinie im Oktavabstand von mehreren Metallophonen gespielt wird), wĂ€hrend suling, rebab und Gesangsstimmen mit ihrer FĂ€higkeit, anhaltende Töne zu produzieren, die Hauptmelodie umspielen und den linear-musikalischen Fluss der Zeit gewĂ€hrleisten.cite-ref-13[13] Die Hauptmelodie bildet das zentrale Ordnungsprinzip der javanischen Musik allgemein; sie wird schichtweise durch die melodischen ErgĂ€nzungen anderer Instrumente zu einem heterophonen Gesamtklang aufgebaut. Dieses ausschmĂŒckende musikalische Element, bei dem eine gewisse Freiheit zur Improvisation besteht, heiĂt garap (wörtlich âarbeitenâ) als Gegensatz zu balungan. Die suling zĂ€hlt zu den garap-Instrumenten.cite-ref-14[14] Sie spielt gewisse melodische Phrasen, die rhythmisch in die von der Buckelgongreihe kenong und den groĂen HĂ€ngegongs vorgegebenen, musikalischen Hauptereignissen eingebettet sind.cite-ref-15[15]
Der Tonumfang einer javanischen suling betrĂ€gt zwar annĂ€hernd drei Oktaven, deutlich hörbar sind jedoch nur die ĂŒberblasene zweite und dritte Oktave, wĂ€hrend die ersten Töne der unteren Oktave kaum zu vernehmen sind. Den Gesamtklang eines gamelan kann die suling lediglich in der dritten Oktave durchdringen und nur die obersten beiden Töne sind stets deutlich ĂŒber allen anderen Instrumenten und der Gesangsstimme zu hören. Diese Töne dienen daher als Signal oder verstĂ€rken das vom rebab-Spieler gegebene Zeichen fĂŒr die ĂŒbrigen Musiker, zum höher tönenden Part (ngelik oder lik) der Komposition zu wechseln. Die Melodien der suling werden so ornamentreich umspielt, dass ihre zugrundeliegende Tonfolge hĂ€ufig kaum noch auszumachen ist. Manche Spieler lassen ihre Finger zwischen den Tönen sehr schnell ĂŒber die Fingerlöcher laufen, sodass eine Art Tremolo entsteht.cite-ref-16[16]
Bali
Auf Bali werden zahlreiche Formen von gamelan gepflegt, einige davon gehören zu Tanztheaterstilen. Das vielleicht Ă€lteste Tanztheaterensemble ist, schriftlichen Quellen zufolge, das gamelan gambuh. Im 15. und frĂŒhen 16. Jahrhundert gelangten KultureinflĂŒsse des ostjavanischen hinduistischen Reiches Majapahit nach Bali. Palmblattmanuskripte deuten auf eine bis heute kaum verĂ€nderte Tradition des sehr formellen Stils, der als direkter Abkömmling der an den HerrscherhĂ€usern und AdelspalĂ€sten von Majapahit aufgefĂŒhrten Theaterstile gilt. Bis zur EinfĂŒhrung des gambuh fehlte den vorhinduistischen, balinesischen TĂ€nzen das erzĂ€hlende Element.cite-ref-17[17] Im gambuh werden auf einer provisorischen BĂŒhne (kalangan) im Freien Episoden aus dem Leben des mythischen Prinzen Panji inszeniert, der auch in mehreren wayang-Theaterformen die Hauptrolle spielt.
Das begleitende gamelan gambuh stammt von den frĂŒhesten Orchestern ab, die in der altjavanischen Literatur beschrieben werden. Es hat seinen Namen von der etwa 90 Zentimeter langen, tief tönenden LĂ€ngsflöte suling gambuh ĂŒbernommen. Mit dem gamelan gambuh wurde auf Bali eine komplexe musikalische Form und eine enge Verbindung zwischen der Musik und den Tanzbewegungen eingefĂŒhrt. Zwei bis vier, unisono spielende suling gambuh sorgen durch feine Tonhöhenunterschiede fĂŒr einen vibrierenden Klang. Die Flöten mit AuĂenkernspalte werden mit Zirkularatmung geblasen; ihre sechs Fingerlöcher sind mit einem etwas gröĂeren Mittelabstand in zwei Gruppen angeordnet und werden mit den Fingerkuppen oder dem mittleren Fingerglied abgedeckt. Sie spielen langgezogene Melodiefolgen, teilweise zusammen mit einer Streichlaute rebab, die von Schlaginstrumenten rhythmisch gegliedert werden. Die gröĂeren Zeiteinheiten markieren hĂ€ngende Buckelgongs, diese werden von ceng-ceng ricik (auch rincik, Handzimbeln), kajar (liegender Gong) und den zweifelligen Fasstrommeln kendang rhythmisch ausgefĂŒllt. Diese Instrumente werden manchmal durch gentorag (Glockenbaum) und gumanak ergĂ€nzt (kleine, zu einer Röhre gerolle Kupfer- oder Eisenbleche, die mit einem Stab angeschlagen werden). Zu jeder tanzenden Figur gehört eine eigene Melodiefolge mit einer bestimmten modalen Struktur (tetekep), welche dem Charakter angemessen ist. So wird etwa die schöne Prinzessin Candra Kirana durch die Musik als wĂŒrdevoll, aber traurig charakterisiert.cite-ref-18[18]
Das zur Begleitung von Tanztheatern und TĂ€nzen auftretende gamelan gegenggongan besteht aus der Bambusmaultrommel genggong, der Fasstrommel kendang, der Bambusröhrenzither guntang, den Zimbeln ceng-ceng und suling. Das gamelan pelegongan (palegongan) dient zur Begleitung des legong-Tanzes und anderer Tanztheater. In seiner heutigen, erweiterten Besetzung als gamelan legong bekannt, besteht das auf slĂ©ndro gestimmte Ensemble aus mehreren Metallophonen gendĂšr mit 13 Klangplatten, dem kleineren Metallophon saron, dem hĂ€ngenden Gong kempur und weiteren Gongs. Hinzu kommen die leise klingenden Instrumente rebab und suling. Im ebenfalls auf slĂ©ndro gestimmten gamelan pajogedan werden die Metallophone durch leisere Xylophone mit Bambusplatten ersetzt. Auch die Flöte kommt darin vor.cite-ref-19[19] Der mythische Löwe Barong erscheint im Barong-Tanzdrama, das von einem ausschlieĂlich fĂŒr diesen Zweck gebildeten pentatonischen gamelan bebarongan begleitet wird. Dessen Instrumentarium entspricht dem Begleitorchester des Legong-Tanzes, wobei die dortige Buckelgongreihe trompong durch das Metallophon gender rambat mit 13 bis 15 Klangplatten ersetzt wird. Zu den beiden gender rambat kommen weitere Metallophone (jegogan und jublag), ein groĂer hĂ€ngender Buckelgong (gong gede), der die musikalischen Zyklen markiert, eine Trommel (kendang), kleine Gongs, eine rebab und ein oder zwei suling mit sechs Fingerlöchern.cite-ref-20[20]
Eines der bekanntesten balinesischen Orchester ist das gamelan gong kebyar mit seiner Ă€uĂerst schnellen und virtuosen Spielweise. Neben den Schlaginstrumenten (Metallophone gangsa gantung und Gongreihe reyong) gehören die Streichlaute rebab und eine lange, tief tönende suling dazu.
Lombok
Die Musik von Lombok ist durch die hinduistische Nachbarinsel Bali im Westen und durch islamische EinflĂŒsse geprĂ€gt. Aus Bali und Java stammen mehrere gamelan, groĂe Ensembles mit Gongs und Metallophonen aus Bronze, an deren Stelle nach der strengen Auslegung des Islam Ensembles mit Rahmen- und Kesseltrommeln verwendet werden sollten. Die ein Meter lange BambuslĂ€ngsflöte suling mit sechs Fingerlöchern ist in mehreren gamelan das einzige, einen anhaltenden Melodieton produzierende Musikinstrument. Im alten Ritualorchester gamelan gendang beleq wird die suling gelegentlich durch das Doppelrohrblattinstrument preret ergĂ€nzt. Im gamelan wayang sasak, mit dem der Sagenzyklus Serat Menak Sasak als Schattenspiel aufgefĂŒhrt wird, folgt die Flöte dem freirhythmischen Gesang des ErzĂ€hlers (dalang) und fĂŒhrt das Orchester an. Dieses besteht aus mehreren Gongs, Metallophonen, einem Beckenpaar (rincik) und zwei Fasstrommeln (gendang).
Ein Vokalstil, der im 19. Jahrhundert in Lombok entstand und sich nach Ostbali ausbreitete, ist cepung. Der SĂ€nger und Rezitator trĂ€gt Abschnitte aus der Sasak-ErzĂ€hlung lontar monyeh (âAffen-Manuskriptâ) vor, eine Version der in Indonesien weithin bekannten Geschichten um den Prinzen Panji. Begleitet wird er von einem Chor bestehend aus drei bis sechs MĂ€nnern, der Flöte und der Streichlaute rebab oder redeb. Der Chor imitiert lautmalerisch die Instrumente eines gamelan (Trommeln, Buckelgongs). Zu spĂ€ter Stunde, wenn sich die MĂ€nner mit Palmwein (tuak) betrunken haben, beginnen sie wild zu tanzen.cite-ref-21[21]
Die suling ist das einzige Melodieinstrument, das zusammen mit Fasstrommeln (gendang) die Begleitmusik zum Kampftanz peresean liefert. Ansonsten kommt die Flöte in verschiedenen quasi-traditionellen Ensembles zur Unterhaltung von Touristen vor.
Westjava
Gamelan Degung
Als Musik Westjavas gilt in erster Linie die sundanesische Musik. Der angesehenste Ensembletyp ist das ehemals an den HerrscherhĂ€usern gespielte gamelan degung. In frĂŒheren Jahrhunderten bestand das degung-Ensemble nur aus Bronzeinstrumenten und ein bis zwei Trommeln. Heute gehören in unterschiedlicher Zahl bonang (liegende Buckelgongs in zwei Reihen), saron (Metallophon), panerus (eine hoch tönende Variante des saron), cempres (eine Form des saron mit 14 Klangplatten), jengglong (mehrere hĂ€ngende oder in einem Rahmen liegende Buckelgongs), goong (groĂer hĂ€ngender Gong), ein Paar kendang und eine kleine Bambusflöte suling degung mit vier Fingerlöchern dazu.cite-ref-22[22]
Auch unter niederlĂ€ndischer Kolonialherrschaft blieb das degung-Ensemble in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts weiterhin mit der sundanesischen Oberschicht verbunden. Als 1921 fĂŒr eine Neuinszenierung der sundanesischen VolkserzĂ€hlung Lutung Kaserung in Bandung ein Begleitorchester gesucht wurde, beschloss man, das ebenfalls sundanesische gamelan degung anstelle des ansonsten fĂŒr Theaterproduktionen der stĂ€dtischen Oberschicht ĂŒblichen, groĂen gamelan slĂ©ndro-pĂ©log zu verwenden. Dieses wurde jedoch, um auf die bei TheaterstĂŒcken gewohnte Weise Melodien spielen zu können, um eine suling sowie um das Fasstrommelpaar kendang indung (âMutter-Trommelâ) und kendang leutik (âkleine Trommelâ) ergĂ€nzt. Die aus der Kammermusik bekannte suling erwies sich als zu tief klingend und als zu leise. Daher wurde eine kĂŒrzere Flöte mit vier Fingerlöchern und knapp ĂŒber 30 Zentimetern LĂ€nge eingefĂŒhrt, die höher und lauter klingt. Die vier Fingerlöcher der suling degung sind ausreichend, um die fĂŒnf Tonstufen der pĂ©log degung-Skala wiederzugeben.cite-ref-23[23] Die suling degung hat einen erreichbaren Tonumfang von zwei Oktaven. Bonang und suling spielen im gamelan degung die Hauptmelodie, die beiden saron schmĂŒcken die Melodie aus, die ĂŒbrigen Schlaginstrumente setzen rhythmische Muster dazwischen und die kendang geben das Tempo vor.
In den 1970er und 1980er Jahren wurde dieses nunmehr âklassischâ genannte Ensemble (degung klasik), in dem bislang nur mĂ€nnliche Musiker spielten, auch fĂŒr SĂ€ngerinnen und Musikerinnen geöffnet und durch ein erweitertes Repertoire popularisiert, das auch Unterhaltungslieder beinhaltet. In dieses populĂ€re Ensemble, degung kawih, wurde als weiteres Melodieinstrument die sundanesische Kastenzither kacapi aufgenommen.cite-ref-24[24]
Tembang Sunda
Tembang Sunda ist ein Gesangsstil, der sich aus der alten Rezitationskunst der epischen ErzĂ€hlungen carita pantun vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts als höfische Kunstform entwickelte. Die Lieder handeln meist von Liebe, ohne gesellschaftliche Probleme anzusprechen. Im Hintergrund geht es um die Sehnsucht nach dem westjavanischen, hinduistischen Königreich Pajajaran, das von 1333 bis 1579 bestand und das als goldenes Zeitalter vorgestellt wird. Die weibliche Gesangsstimme wird von zwei Zithern, der gröĂeren kacapi indung und der kleineren kacapi rincik, einer Stachelfidel rebab und einer suling begleitet.cite-ref-25[25] Tembang Sunda-Lieder werden ĂŒberwiegend in der pĂ©log-Stimmung aufgefĂŒhrt, weitere Tonarten sind sorog und slĂ©ndro. Bei in slĂ©ndro vorgetragenen Liedern spielt keine suling mit, sie wird in diesem Fall durch eine rebab ersetzt. Die typische suling tembang (so benannt zur Unterscheidung von der suling degung) hat sechs Fingerlöcher und ist 62 Zentimeter lang (60 bis 65 Zentimeter LĂ€nge kommen vor). Die Saiten der kacapi werden ĂŒblicherweise nach einer 62 Zentimeter langen suling gestimmt (Der Stimmton heiĂt barang und entspricht etwa f1 mit 349 Hz).cite-ref-26[26] Will der Ensembleleiter die Tonhöhe vorgeben, so nennt er die LĂ€nge der entsprechenden Flöte.
Kacapi Suling
Das Ensemble kacapi suling entspricht dem tembang Sunda ohne Gesangsstimme. Die musikalische Form hat entfernte Wurzeln in einem höfischen Stil des 19. Jahrhunderts, sie wurde im 20. Jahrhundert als Ableger des tembang Sunda in javanischen StĂ€dten beliebt und verbreitete sich besonders durch Musikkassetten. Das Spiel einer suling (tembang) und von zwei oder drei kacapi hat einen gleichmĂ€Ăigen, flieĂenden Charakter und dient als angenehm-unauffĂ€llige Hintergrundmusik in der Lobby eines Hotels oder als PausenfĂŒller im Rundfunk. Auf der KonzertbĂŒhne wird kacapi suling selten aufgefĂŒhrt. Der suling-Spieler hat mehr Freiheiten als sonst, um zu improvisieren.cite-ref-27[27]
Baduy
Die wenige Tausend Mitglieder zĂ€hlende Ethnie der Baduy leben in abgelegenen Dörfern im SĂŒden der Provinz Banten. Die Bewahrung der eigenen animistisch-hinduistischen Tradition vor Ă€uĂeren EinflĂŒssen ist oberstes kulturelles Gebot vor allem der moderne zivilisatorische Errungenschaften ablehnenden âinneren Baduyâ. Dennoch verwenden sie Musikinstrumente, die sĂ€mtlich auch in der sundanesischen Musik vorkommen, darunter die unterschiedlich groĂen Bambusflöten suling lamus, suling kumbang, elĂ©t und tarawĂ©lĂ©t.cite-ref-28[28] Abgesehen von der Maultrommel karinding dĂŒrfen ausschlieĂlich MĂ€nner Musikinstrumente spielen. Die vier Bambusflöten werden nur solistisch eingesetzt, lediglich die 62 Zentimeter lange suling lamus mit sechs Fingerlöchern darf auch zusammen mit der kacapi und der Streichlaute rendo (bekannter unter dem Namen tarawangsa) gespielt werden. Die 20 Zentimeter lange elĂ©t mit fĂŒnf Fingerlöchern wird hauptsĂ€chlich von Jungen geblasen. Die suling lamus mit 62 Zentimetern LĂ€nge und sechs Fingerlöchern Ă€hnelt der im tembang Sunda verwendeten Flöte mit AuĂenkernspalte. Die beiden LĂ€ngsflöten werden mit Zirkularatmung gespielt. Die suling kumbang (indonesisch âKĂ€fer-Flöteâ) ist eine Querflöte mit zwei Fingerlöchern in der Mitte, 1,7 Zentimeter Innendurchmesser und einem geringen Tonumfang. Bei der Querflöte tarawĂ©lĂ©t mit 58 Zentimetern LĂ€nge und 2,4 Zentimeter Innendurchmesser befinden sich die beiden Fingerlöcher am unteren Ende der Spielröhre, etwa 38 und 43 Zentimeter von der Einblasöffnung entfernt.cite-ref-29[29]
Jakarta
Einige in Westjava gepflegte Musikstile zĂ€hlen nicht zur sundanesischen Musik, sondern gehen auf eine Vermischung von javanischen mit europĂ€ischen, chinesischen oder orientalischen EinflĂŒssen zurĂŒck, aus denen sich je nach Betrachtung eigenstĂ€ndige oder randstĂ€ndige, stĂ€dtische Unterhaltungsmusikstile gebildet haben. Neben dem in der niederlĂ€ndischen Kolonialzeit eingefĂŒhrten Blechblasorchester tanjidor gehört die unter dem Ă€lteren portugiesischen Einfluss in Jakarta entstandene Liedgattung kroncong (keroncong) zur Volksmusik der einfachen Leute, die in den dicht besiedelten AuĂenbezirken (kampong) der Landeshauptstadt leben. Mit den portugiesischen Handelsschiffen im 16. Jahrhundert kamen nicht nur europĂ€ische Seefahrer, sondern auch afrikanische und indische Sklaven. Viele von ihnen nahmen das Christentum an, erlangten die Freiheit und lieĂen sich in der Umgebung der Handelsposten nieder. Sie wurden portugiesisch merdequa, niederlĂ€ndisch mardijker, genannt (von Sanskrit maharddhika, âsteuerbefreitâ, spĂ€ter indonesisch merdeka, âfreiâ, âunabhĂ€ngigâ). Kroncong ist zunĂ€chst der indonesische Name fĂŒr eine kleine, fĂŒnfsaitige Gitarre, die der ukulele aus Hawaii entspricht, und bezeichnet zugleich das hörbar von portugiesischer Musik beeinflusste Ensemble. Neben zwei kroncong gehören zu einem typischen Ensemble ein bis drei Gitarren, ein Violoncello, ein oder zwei Violinen, eine seruling genannte Querflöte, ein Rhythmusinstrument (Triangel und Rahmentrommel) und bei Bedarf eine Mandoline. Die eingĂ€ngigen, von der Gesangsstimme, Violine und Flöte vorgegebenen, europĂ€ischen Melodien stehen in einem strikten 4/4-Takt, der auf dem ersten Schlag betont und kaum ornamentiert wird. Als typisches Beispiel fĂŒr den alten kroncong-Stil, bei dem sich die Gitarren auf rhythmisch geschlagene Harmonien beschrĂ€nken, gilt der Titel Kafrinyo. Im Zusammenspiel der Instrumente ergibt sich ein gefĂ€lliger, wenig ĂŒberraschender Gesamtklang. Der Einsatz des Violoncellos ist jedoch eine Besonderheit. Es wird als Nachahmung der beidhĂ€ndig geschlagenen Fasstrommel kendang gezupft.cite-ref-30[30]
Obwohl die Chinesen seit ĂŒber einem Jahrtausend mit Indonesien in Kontakt stehen, blieb deren Einfluss auf die Musik insgesamt gering. Erst im 19. Jahrhundert entstanden unter den Auslandschinesen in Batavia (heute Jakarta) zwei chinesisch beeinflusste Musikstile: Das Tanztheater lenggo, das von drei Rahmentrommeln (rabana), einigen Violinen und der chinesischen yueqin (âMondlauteâ) begleitet wird, und gambang kromong.cite-ref-31[31] Der Name des in den 1820er Jahren bekannt gewordenen Orchesters ist aus dem der beiden indonesischen Instrumente gambang, einem Xylophon mit 18 pentatonisch gestimmten Klangplatten, und kromong, einem Gongspiel von zehn in einer Doppelreihe liegenden Buckelgongs gebildet. Beide Instrumente werden neben der Gesangsstimme zur Melodiebildung eingesetzt. Hinzu kommen die indonesischen Perkussionsinstrumente kempul und goong (zwei hĂ€ngende Buckelgongs), die Fasstrommel kendang und kecrek (an einem Holzkasten befestigte Zimbelpaare). Aus der chinesischen Musik stammen eine Streichlaute namens tehyan (chinesisch, weil der Bogen nicht ĂŒber, sondern zwischen beiden Saiten gefĂŒhrt wird) und die kleine Querflöte suling. Diese Besetzung kann um diverse europĂ€ische Blasinstrumente (Trompete, Saxofon), Keyboard, E-Gitarre und Hawaiigitarre ergĂ€nzt werden. Aufgabe der Flöte (sowie der Trompete und Hawaiigitarre) ist, die Hauptmelodie zu umspielen.cite-ref-32[32]
Jaap Kunst (1949/1973) gibt fĂŒr die im gambang kromong verwendete Querflöte den Namen bangsing (in nordindischen Sprachen bangsi, bansi, abgeleitet bansuri, von Sanskrit vamsha) an. Er unterscheidet beim gambang kromong eine Querflöte mit sechs, vier und zwei Fingerlöchern. Bangsing bezeichnet in Westjava auch eine 30 Zentimeter lange Schnabelflöte mit sechs bis sieben Fingerlöchern. Die ĂŒbliche westjavanische AuĂenkernspaltflöte mit fĂŒnf Fingerlöchern nennt Jaap Kunst chalintu.cite-ref-33[33] Die Querflöte bangsing gehört wie die GefĂ€Ăflöte taleot oder die Maultrommel karinding zu den Instrumenten der lokalen dörflichen Musiktraditionen.
Sumatra
Minangkabau
In dem von Minangkabau besiedelten Hochland der Provinz Westsumatra sind mehrere Varianten der engeblasenen AuĂenkernspaltflöte saluang verbreitet, die mit dem meistgespielten Flötentyp von Java verwandt sind. Am hĂ€ufigsten ist ihr durch Zirkularatmung ununterbrochener Einsatz als dezente Begleitung der langen epischen GesĂ€nge saluang jo dendang.cite-ref-35[35] Gesangsstimme und Flöte gestalten mit wenigen Tönen eine melancholische Stimmung. Die Flöten sind typischerweise 65 bis 75 Zentimeter lang; die fĂŒr die epischen GesĂ€nge verwendete saluang darek ist 60 Zentimeter lang und besitzt vier Fingerlöcher. Die etwa 42 Zentimeter lange saluang pauah mit sechs Fingerlöchern, die 72 bis 80 Zentimeter lange saluang panjang mit drei Fingerlöchern und die weniger als 40 Zentimeter lange bansi mit sechs Fingerlöchern und einem Daumenloch sind Schnabelflöten. Die bansi wird besonders an der SĂŒdkĂŒste des Minangkabau-Gebiets zur Tanzbegleitung und bei TheaterauffĂŒhrungen verwendet, manchmal als ErgĂ€nzung in einem Ensemble mit talempong (kleine Buckelgongs in einer Doppelreihe) und rabano (mit der Hand geschlagene Rahmentrommeln).cite-ref-36[36]
Bambusflöten gehören zu unterschiedlichen magischen Ritualen. Wenn frĂŒher ein menschenfressender Tiger ein Dorf bedrohte, wurde ein entsprechend qualifizierter Schamane engagiert, der nahe einer fĂŒr den Tiger im Dschungel angelegten Falle von einer saluang begleitet schöne, beruhigende Melodien sang, in denen er den Tiger fĂŒr seine Eleganz und Intelligenz lobte und ihn einlud, in die Falle zu springen. Mit dieser Tat möge der Tiger seine durch das Töten von Menschen auf sich geladene Schuld an der Dorfgemeinschaft begleichen. Die vorislamischen, magischen Praktiken, mit Flöte und Gesang einen Tiger zu fangen, gehören auch in islamischer Zeit zur Tradition (asali) der Minangkabau.cite-ref-37[37]
Aceh
Weiter nördlich, im Gebiet Blangkejeren (im Regierungsbezirk Gayo Lues), begleitet ein canang situ (âsieben canangâ) genanntes Ensemble bestehend aus canang (liegende Buckelgongs) und einem Blasinstrument Tanzdarbietungen, Hochzeitsprozessionen und die VorfĂŒhrung der Kampfkunst silek (eine Variante des malaiischen silat). Im dortigen Ensemble canang kacapi spielen bis zu fĂŒnf idiochorde Bambusröhrenzithern (kacapi) und eine AuĂenkernspaltflöte bansi. Die Gayo, die in Blangkejeren und im ĂŒbrigen zentralen Hochland der Provinz Aceh leben, nennen eine Flöte bensi. In einem bei Hochzeiten und öffentlichen Zeremonien auftretenden Ensemble der Gayo spielen canang, idiochorde Bambuszithern (kacapi) und ein Satz gestimmter Trommeln (taganing) mit weiteren Gongs, einer Kegeloboe (serune) oder einer bensi und einer Rahmentrommel (guwel) zusammen.cite-ref-38[38]
Batak
Die zeremonielle Musik der Batak, die zur Tanzbegleitung und bei offiziellen Festveranstaltungen gespielt wird, heiĂt bei den Toba-Batak gondang, bei den Karo-Batak gendang, bei den Mandailing gorang und Ă€hnlich bei den ĂŒbrigen Batak-Sprachgruppen. Zu den Ensembles gehören allgemein unterschiedliche Buckelgongreihen, das Doppelrohrblattinstrument sarunei und Trommeln. Bei den Karo-Batak gibt es neben dem gendang sarunei noch das einfachere (mit preisgĂŒnstigeren Instrumenten ausgestattete) Ensemble gendang kenteng-kenteng, das aus zwei Bambusröhrenzithern (kenteng-kenteng), einer PorzellanschĂŒssel als Schlagidiophon (mangkuk) und als Melodieinstrument einer Zupflaute (kulcapi) oder einer Flöte (beluwat) besteht. Die Mandailing kennen eine entsprechende Aufteilung in ein Orchester (gordang) fĂŒr bedeutende AnlĂ€sse mit verschiedenen Gongs (ogung), Trommeln und einem Rohrblattinstrument (sarunei, serunei) und einem Orchester fĂŒr kleinere AnlĂ€sse, das gondang boru oder gondang dua-dua genannt wird. Hierzu gehören eine Gesangsstimme, eine Querflöte suling oder ein Rohrblattinstrument. Die zeremoniellen Orchester haben eine stark einigende Funktion fĂŒr die Gesellschaft gemÀà der Tradition (adat).
Bei den Toba-Batak wird das mit Volksschauspielen umherziehende Wandertheater Opera Batak von einem uning-uningan-Ensemble begleitet, dessen eingĂ€ngige, europĂ€isch klingende Melodien von einer sarune na met-met (âkleine Oboeâ), zwei hasapi (Zupflaute), einem garantung (Xylophon), einem hesek-hesek (eiserne Aufschlagplatte, ersatzweise eine mit einem Nagel angeschlagene Bierflasche) und der Querflöte sulim erzeugt werden.
Bei den Simalungun-Batak gehörte frĂŒher zu der auf den Feldern zum Zeitvertreib oder zur Brautwerbung gespielten Musik ein Einfachrohrblattinstrument aus Bambus (sarunei buluh) oder eine Flöte: entweder die Bambusquerflöte sulim oder die etwa 45 Zentimeter lange, schrĂ€g gespielte sordam mit vier Fingerlöchern und einem Luftloch nahe der Anblasöffnung.cite-ref-39[39] Eine Botschaft an ein MĂ€dchen sandte der junge Mann, wenn er nachts im Haus die Nasenflöte saligung blies, worauf das MĂ€dchen mit den ebenso leisen Tönen einer Maultrommel antwortete. Die pentatonisch gestimmte saligung ist 37 Zentimeter lang, besitzt fĂŒnf Fingerlöcher und wird aus einem fĂŒnf Zentimeter starken Bambusrohr gefertigt.cite-ref-40[40] Neben diesen Flötentypen spielen die Batak noch die taratoa, eine LĂ€ngsflöte mit AuĂenkernspalt, welche der javanischen suling entspricht. Sie besitzt anstelle des Rontangbandes einen Bambusring ĂŒber der Kernspalte. Die verschiedenen Schnabelflöten der Batak heiĂen beluwat, belobat, lobat, singkadut, suling und tulila.cite-ref-41[41]
Malaysia
Die meisten Flöten in Malaysia sind LĂ€ngsflöten aus Bambus. Sie heiĂen suling, kesuling, seruling (lĂ€ngs geblasene AuĂenkernspaltflöten) und nabat (Schnabelflöte). Hinzu kommen zahlreiche Bezeichnungen durch einzelne Ethnien. Flöten und von den Portugiesen im 16. Jahrhundert eingefĂŒhrte Violinen sind die hauptsĂ€chlichen Melodieinstrumente der traditionellen Musik auf der Malaiischen Halbinsel. Neben ihrem Einsatz in der Unterhaltungsmusik gehörten mit dem Mund geblasene Flöten zu Zeremonien, die mit Vorstellungen von Fruchtbarkeit und Wiedergeburt zusammenhingen, wĂ€hrend Nasenflöten eine darĂŒber hinausgehende, magisch-religiöse Bedeutung besaĂen. Dies gilt fĂŒr die suling und sangui genannten Nasenflöten der Orang Asli auf der Malaiischen Halbinsel sowie der selengut und turali in den Bundesstaaten Sarawak und Sabah. Die turali in Sabah und Sarawak wird beispielsweise beim Erntedankfest pesta menuai zu Ehren des Geistes der Reispflanze geblasen.cite-ref-42[42]
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden in der Musik der StĂ€dte die meisten Bambusflöten durch Flöten aus Metall nach europĂ€ischem Vorbild ersetzt. Die beiden beliebtesten traditionellen TĂ€nze Malaysias heiĂen joget und ronggeng. Zum joget (âTanzâ, auch âTanzmĂ€dchenâ) gehört das Ensemble joget gamelan, das aus einer Violine, einem Buckelgong (rhythmische Grundstruktur), mindestens zwei Rahmentrommeln (rebana) oder zweifelligen Fasstrommeln (gendang) und bei Bedarf einer Flöte besteht.cite-ref-43[43]
Molukken
Auf der zu den Molukken gehörenden Insel Ambon hat sich unter dem Einfluss protestantischer Christen in einem muslimischen Umfeld eine besonders ausgeprĂ€gte, europĂ€ische Musikkultur etabliert. Die Musik im christlichen Gottesdienst und die bei UnterhaltungstĂ€nzen gespielte Musik wird von Formen geprĂ€gt, die im 19. Jahrhundert in den Niederlanden in Mode waren. Die Stimmung der Instrumente ist entsprechend ungefĂ€hr diatonisch. Die Orchester bestehen aus mehreren, unterschiedlich groĂen Bambusquerflöten (suling), einer Klarinette und diversen Blechblasinstrumenten lokaler Produktion.
Die relative Bevölkerungsmehrheit auf den Kei-Inseln bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben. Diese Glaubensgemeinschaft scheint eine gewisse Form der traditionellen Musik stĂ€rker zu bewahren als die Muslime und Protestanten auf den Inseln. Die in den katholischen Gottesdiensten gepflegten ChorgesĂ€nge wechseln mit reinen Flötenensembles, die suling bambu (âBambusflöteâ) spielen.cite-ref-44[44] Die savarngil ist eine nur 10 bis 20 Zentimeter lange BambuslĂ€ngsflöte mit sechs Fingerlöchern, die jeden der 52 bekannten traditionellen TĂ€nze der Kei-Inseln begleiten kann.cite-ref-45[45]
Instrumental begleitete TĂ€nze werden auf den Molukken hĂ€ufig als sawat bezeichnet. Ein Tanzstil auf der Insel Buru heiĂt tiwal sawat nach der beteiligten Trommel tiwal, die notfalls durch die Rahmentrommel rebana ersetzt werden kann. Die weiteren Instrumente sind ein Gong und die Flöte savarngil. Die Flöte produziert die pentatonische Tonfolge C â D â Eâ â F â G.cite-ref-46[46]
Sulawesi
Im SĂŒden von Sulawesi gibt es einige aus Java stammende Musikinstrumente. In muslimischen Gebieten finden sich Instrumente der islamischen Kultur wie die Rahmentrommel rebana und die Laute gambus, wĂ€hrend in Gebieten mit christlichen Bevölkerungen die von der Insel Ambon bekannte Bambusquerflöte mit sechs Fingerlöchern gespielt wird. Mehrere dieser mit eingebrannten Linien ornamentierten Flöten bilden ein Flötenensemble. Frauen der Toraja fĂŒhren einen Tanz auf, bei dem sie zugleich die BambuslĂ€ngsflöte suling nach javanischem Vorbild, die gestrichene SpieĂlaute arabebu (ansonsten rebab) und die Bambusschlaggabel rere spielen. Letztere soll Geister vertreiben können und darf nur nach der Reisernte verwendet werden, um diese nicht zu gefĂ€hrden.cite-ref-47[47]
Die lĂ€ngste endgeblasene Flöte der Toraja heiĂt suling lembang. Sie besitzt sechs Fingerlöcher, einen angesetzten Schalltrichter aus BĂŒffelhorn und wird vor allem von professionellen Musikern zusammen mit Gesangsstimmen in einem mĂĄmarakka-Ensemble bei Beerdigungen eingesetzt. Die meist unisono eine pentatonische Tonfolge spielenden Flöten dieses Ensembles erzielen durch Ăberblasen einen Tonumfang von drei Oktaven.cite-ref-48[48] Die Bugis nennen eine solche Flöte basing bugisi.
Das aus Querflöten bestehende Ensemble heiĂt musik bambu (auch musik pompang oder bas musik). Die eingĂ€ngigen europĂ€isch-christlichen Flötenmelodien werden von angeblasenen Bambusröhren pompang, die einen einzelnen dumpfen Ton hervorbringen, mit einem geradzahligen Rhythmus unterlegt. Solche Ensemblescite-ref-49[49] spielen bei allen öffentlichen Gelegenheiten â bei BegrĂ€bnisfeiern, um GĂ€ste zu begrĂŒĂen oder vor Touristen â und werden als alte Toraja-Tradition dargeboten, auch wenn Querflöten erst Anfang des 20. Jahrhunderts von Missionaren und Lehrern aus den Molukken eingefĂŒhrt wurden. Als Lehrstoff im Unterricht benannten Torajas die Flöten als suling wajib (âvorgeschriebene/verbindliche Flöteâ). Die Flötenmusik ĂŒbte einen starken Einfluss auf die Christianisierung der Schulkinder aus.cite-ref-50[50]
In den Regierungsbezirken Mamasa und Tanah Toraja kommen suling rapi genannte Doppelflöten mit AuĂenkernspalte vor. Die beiden ungleich langen Bambusröhren sind durch Rotangfasern miteinander verbunden. Die lĂ€ngere Spielröhre besitzt fĂŒnf Fingerlöcher, die kĂŒrzere Röhre hat keine Fingerlöcher und produziert zur Melodie einen hohen Bordunton. Dieser Ă€uĂerst seltene Flötentyp kommt ansonsten noch auf der Insel Flores mit dem regionalen Namen doa (âzweiâ) vor. Dort werden zwei 30 Zentimeter lange Spielröhren mit jeweils drei Fingerlöchern von einem Musiker geblasen. Zwei andere Flöten ungleicher LĂ€nge werden auf Flores ebenfalls paarweise gespielt.cite-ref-51[51]
Philippinen
Auf den Philippinen sind Bambusflöten weit verbreitet. HauptsĂ€chlich auf der nördlichen Insel Luzon kommen schrĂ€g angeblasene Nasenflöten vor (tongale, enonggol, innung-ngor, bali-ing bei den Igorot; kaleleng, kurareng bei den Bontok und Kankanai und ungiung bei den Ifugao). Die mit dem Mund geblasenen LĂ€ngsflöten werden in die Hauptgruppen lip valley flute, Schnabelflöte und AuĂenkernspaltflöte (ring flute) eingeteilt.
Die lip valley flute ist eine tiefgekerbte Kerbflöte, bei welcher die Anblaskante an der Unterseite in einem weiten Bogen so ausgeschnitten ist, dass sie sich der Form der Unterlippe anpasst. Ihre LĂ€nge kann ĂŒber einen Meter betragen bei einem Innendurchmesser von etwa zwei Zentimetern. Das untere Ende des Luftkanals wird durch ein Nodium bestimmt, das Flötenrohr ist â ohne Einfluss auf die Tonerzeugung â aus optischen GrĂŒnden lĂ€nger. Es gibt drei Fingerlöcher in der oberen HĂ€lfte und ein Daumenloch ungefĂ€hr in der Mitte. Die drei Fingerlöcher sind jeweils im Abstand des Ă€uĂeren Rohrdurchmessers zueinander und zum Daumenloch positioniert. In Luzon trĂ€gt die lip valley flute Namen wie abalao, sinongyop bei den Bontok; balding, paldong, enoppok bei den Kalingga (Igorot); tipano, paldeng bei den Isnag und taladi bei den Ibaloi. Der Flötentyp kommt im ganzen Land vor, in der sĂŒdlichen Provinz Maguindanao als tumpong und als palendag.
Die kurzen Schnabelflöten sind seltener. Der Spieler blĂ€st durch den schmalen Kanal eines Holzpfropfens gegen eine dahinter liegende Schneidekante und erzeugt mit ĂŒblicherweise drei Fingerlöchern und einem Daumenloch einen hohen, schrillen Ton, der besonders bei Jungen beliebt ist. Schnabelflöten sind in Luzon als olimong bei den Kalingga, als kallaleng bei den Balangao, als teptepew bei den Bontok sowie als ongiyong und tappang bei den Ifugao bekannt.
Die philippinischen AuĂenkernspaltflöten (ring flutes), die dem javanischen Typ entsprechen, heiĂen in vielen Regionen suling. Sie sind vor allem auf Mindanao und auf den umliegenden Inseln der sĂŒdlichen Philippinen unter muslimischen Ethnien verbreitet: bei den Manobo (Lumad) und in der Provinz Maguindanao bei den Tiruray und anderen sowie bei den Tausug, Yakan und Bajau auf dem Sulu-Archipel. Daneben existieren auf Mindanao lokale Bezeichnungen wie dagoyong in der Sprache Higaonon, glantoy, seleli und thulali auf Subanon, falandag und pulundag auf Blaan, kinsi und kunsi auf Bukidnon (Lumad) und lantey, poluypoy und saguysuy in der Sprache Manobo. Die kunsi besitzt vier Fingerlöcher und die lantoy drei Fingerlöcher und ein Daumenloch. Die auf Subanon glantoy genannte Flöte kommt in der Provinz Zamboanga del Norte mit zwei Fingerlöchern und einem Dauemloch vor. Die suling-Typen sind Ă€hnlich lang wie die lip valley flutes, sie werden mit gefĂŒhlvollen Melodien zur eigenen Unterhaltung von beiden Geschlechtern gespielt.
Es kommen auf den Philippinen weitere LĂ€ngsflötentypen, Panflöten und wenige Querflöten vor. Letztere sind meist Ăbernahmen europĂ€ischer Querflöten (flauta, plawta und tipanu) und werden vor allem in Regionen gespielt, die unter spanischem Kolonialeinfluss standen.cite-ref-52[52]
Die suling von Maguindanao ist auf eine hemitonische Skala (FĂŒnftonskala mit Halbtonschritten) gestimmt. Die Liedtitel drĂŒcken ein GefĂŒhl von Sorge und Traurigkeit aus. Die sehr lange Kerbflöte palendag (auch pulala) in derselben Region ist dagegen auf eine anhemitonische Skala (ohne Halbtonschritte) gestimmt und die mit ihr gespielten Melodien besitzen keine Titel. Die dinaladay genannte, anhemitonische Skala der palendag wird fĂŒr die Beschreibung der Natur und des Alltags verwendet, wĂ€hrend die hemitonische Skala binalig der suling zum Ausdruck von GefĂŒhlen wie Traurigkeit, GlĂŒck, Liebe und zur Brautwerbung geeignet scheint. Die beiden Tonskalen, die klar getrennt nach der musikalischen und gesellschaftlichen Funktion der Lieder eingesetzt werden, kommen auch bei der zweisaitigen Bootslaute kutiyapi vor. In der Provinz Palawan wird eine kleinere Version dieser Laute ohne Halbtonschritte fĂŒr Lieder eingesetzt, in denen es um Naturbeobachtung geht, wĂ€hrend die wesentlich gröĂere und tiefer klingende, gleichnamige Laute mit der hemitonischen kulilal-Skala ausschlieĂlich fĂŒr Liebeslieder verwendet wird.cite-ref-53[53]
Literatur
⹠Simon Cook: Guide to Sundanese Music. A Practical Introduction to Gamelan Saléndro / Pélog, Gamelan Degung, Panambih Tembang Sunda. (PDF) Bandung, Juli 1992
âą Margaret J. Kartomi, Andrew C. McGraw: Suling. In: Laurence Libin (Hrsg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments. Band 4, Oxford University Press, Oxford / New York 2014, S. 650
âą Jaap Kunst: Music in Java. Its History, its Theory and its Technique. (2. Auflage 1949) 3. Auflage herausgegeben von Ernst L. Heins. Band 1. Martinus Nijhoff, Den Haag 1973, S. 233â237, 239 f.
âą Terry E. Miller, Sean Williams (Hrsg.): The Garland Encyclopedia of World Music. Band 4: Southeast Asia. Garland, New York / London 1998
âą Philip Yampolsky: Indonesia, § I, 3 (iii): Instruments: Aerophones. In: Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians. Band 12. Macmillan Publishers, London 2001, S. 379â384
Weblinks
Commons
: Suling
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
cite-note-11. â JosĂ© Maceda: In Search of a Source of Pentatonic Hemitonic and Anhemitonic Scales in Southeast Asia. In: Acta Musicologica, Band 62, Fasc. 2/3, MaiâDezember 1990, S. 192â223, hier S. 196
cite-note-22. â Curt Sachs: Die Musikinstrumente Indiens und Indonesiens. Zugleich eine EinfĂŒhrung in die Instrumentenkunde. Georg Reimer, Berlin 1915, 2. Aufl. 1923, S. 145
cite-note-33. â Philip Yampolsky: Indonesia. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 2001, S. 287
cite-note-44. â Roger Blench: Musical instruments of South Asian origin depicted on the reliefs at Angkor, Cambodia. (PDF; 0,8 MB) EURASEAA, Bougon, 26. September 2006, S. 3â6
cite-note-55. â Jaap Kunst, 1973, S. 237
cite-note-66. â Roger Blench: The worldwide distribution of the transverse flute. (PDF; 2,2 MB) Draft, 15. Oktober 2009, S. 10
cite-note-77. â JosĂ© Maceda: A Search for an Old and a New Music in Southeast Asia. In: Acta Musicologica, Band 51, Fasc. 1, JanuarâJuni 1979, S. 160â168, hier S. 163
cite-note-88. â Bandflöte suling, Sunda. Dia- und Lehrmitteldatenbank, UniversitĂ€t Wien (Foto der Anblaskante einer Bandflöte)
cite-note-99. â Vgl. Kunz Dittmer: Zur Entstehung der Kern-Spaltflöte. In: Zeitschrift fĂŒr Ethnologie, Band 75, 1950, S. 83â89
cite-note-1010. â Jaap Kunst, 1973, S. 234, 237
cite-note-1111. â Jaap Kunst, 1973, S. 239
cite-note-1212. â Margaret J. Kartomi: Gamelan, § I: Southeast Asia. In: Laurence Libin (Hrsg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments. Band 2. Oxford University Press, Oxford / New York 2014, S. 380, 382
cite-note-1313. â Henry Spiller: Focus: Gamelan Music of Indonesia. Taylor & Francis, Abingdon 2008, S. 71
cite-note-1414. â Marc Perlman: The Social Meanings of Modal Practices: Status, Gender, History, and Pathet in Central Javanese Music. In: Ethnomusicology, Band 42, Nr. 1, Winter 1998, S. 45â80, hier S. 49, 74
cite-note-1515. â Henry Spiller, 2008, S. 85
cite-note-1616. â Benjamin Brinner: Freedom and Formulaity in the âSulingâ Playing of Bapak Tarnopangrawit. In: Asian Music, Band 24, Nr. 2, FrĂŒhjahrâSommer 1993, S. 1â37, hier S. 3 f., 8
cite-note-1717. â I. Made Bandem, Fredrik deBoer: Gambuh: A Classical Balinese Dance-Drama. In: Asian Music, Band 10, Nr. 1, 1978, S. 115â127, hier S. 115 f.
cite-note-1818. â Emiko Susilo: Gambuh: A Dance-Drama of the Balinese Courts. Continuity and Change in the spiritual and Political Power of Balinese Performing Arts. (PDF; 175 KB) In: Explorations, Band 1, Nr. 2, University of Hawaii, Herbst 1997
cite-note-1919. â Philip Yampolsky: Indonesia. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 2001, S. 383
cite-note-2020. â I Made Bandem: Barong Dance. In: The World of Music, Band 18, Nr. 3, 1976, S. 45â52, hier S. 51f
cite-note-2121. â David Harnish: âIsnât This Nice? Itâs Just like Being in Baliâ: Constructing Balinese Music Culture in Lombok. In: Ethnomusicology Forum, Band 14, Nr. 1, Juni 2005, S. 3â24, hier S. 12f
cite-note-2222. â Philip Yampolsky: Indonesia. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 2001, S. 382
cite-note-2323. â Henry Spiller: Gamelan. The Traditional Sounds of Indonesia. ABC-Clio, Santa Barbara 2004, S. 181f
cite-note-2424. â Sean Williams: Current Developments in Sundanese Popular Music. In: Asian Music, Band 21, Nr. 1, HerbstâWinter 1990, S. 105â136, hier S. 112
cite-note-2525. â Vgl. Wim van Zanten: The Poetry of Tembang Sunda. In: Bijdragen tot de Taal-, Land- en Volkenkunde, Band 140, 1984, S. 289â316
cite-note-2626. â Wim van Zanten: The Tone Material of the Kacapi in Tembang Sunda in West Java. In: Ethnomusicology, Band 30, Nr. 1, Winter 1986, S. 84â112, hier S. 90
cite-note-2727. â Simon Cook, 1992, S. 13, 23
cite-note-2828. â R. Anderson Sutton, Endo Suanda, Sean Williams: Java. In: Terry E. Miller, Sean Williams (Hrsg.): The Garland Encyclopedia of World Music, 1998, S. 717
cite-note-2929. â Wim van Zanten: Aspects of Baduy Music in its Sociocultural Context, with Special Reference to Singing and Angklung. In: Bijdragen tot de Taal-, Land- en Volkenkunde, Band 151 (Performing Arts in Southeast Asia) 1995, S. 516â544, hier S. 523, 525
cite-note-3030. â Ernst Heins: Kroncong and Tanjidor â Two Cases of Urban Folk Music in Jakarta. In: Asian Music, Band 7, Nr. 1 (Southeast Asia Issue) 1975, S. 20â32, hier S. 23f
cite-note-3131. â Margaret J. Kartomi: Music in Nineteenth Century Java: A Precursor to the Twentieth Century. In: Journal of Southeast Asian Studies, Band 21, Nr. 1, MĂ€rz 1990, S. 1â34, hier S. 29
cite-note-3232. â Philip Yampolsky: Begleittext zur CD Music of Indonesia 3. Music from the Outskirts of Jakarta: Gambang Kromong. Smithsonian Folkways, 1991; Begleitheft (PDF; 3,1 MB)
cite-note-3333. â Jaap Kunst, 1973, S. 377
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